Heute vor 10 Jahren : Lafontaines skandalöser Rücktritt

Die Begleitumstände von Lafontaines Rücktritt gehören wohl zu dem Unverschämtesten, was ein Politiker in den letzten Jahren seiner Partei, den Wählern und den Steuerzahlern zugemutet hat. Es mag zwar sein, dass Lafontaine ganz andere Vorstellungen als Schröder hatte, obwohl noch kurz zuvor den Wählern theatralisch vorgegaukelt wurde, beide seien so dicht beieinander, dass zwischen sie nicht einmal ein Blatt Papier passe. Aber dass ein Bundesminister der Finanzen einfach sein Amt aufgibt, ohne der Öffentlichkeit mitzuteilen, warum er das tut, ist eine bodenlose Unverschämtheit. Es war eine ungeheure Frechheit, dass Lafontaine im Grunde den Leuten gesagt hat : „Wenn Ihr wissen wollt, warum ich das gemacht habe, müsst Ihr mein Buch kaufen“. Lafontaine hätte anständigerweise der Öffentlichkeit sofort sagen müssen, warum er plötzlich die Arbeit verweigert hat. Schließlich ist er ja von den Steuerzahlern gut bezahlt worden und ihnen für sein Tun Rechenschaft pflichtig. Dass er sich statt dessen ohne Erklärung aus dem schwierigen Amt davongeschlichen hat, ist eine Zumutung gewesen, die man nicht so schnell vergessen sollte, besonders weil dieser Herr sich jetzt wieder um ein Amt im Saarland bewirbt. Wer garantiert denn, dass Lafontaine nicht schon wieder wegläuft, wenn es schwierig wird oder er aus irgendwelchen Gründen keine Lust mehr hat? Solche Ämter sind eigentlich zu wichtig, um als persönlicher Spielplatz des Genossen Lafontaine missbraucht zu werden. Dafür, dass Lafontaine keine ehrlichen Absichten hat, könnte auch sprechen, dass er anscheinend sowohl für den Saar-Landtag als auch für den Bundestag kandidiert, obwohl das ja nicht zusammen passt. Solche unehrlichen Spielchen zeigen, mit welcher Überheblichkeit manche Politiker die Wähler als dummes Stimmvieh betrachten, dem man alles vormachen kann. Abschließend frage ich mich, wie es eigentlich zu den sozialistischen Sprüchen des Villenbewohners Lafontaine passt, dass er seine Bücher und Artikel nicht etwa in linken, sondern in durch und durch kapitalistischen Verlagen hat erscheinen lassen? Für sich privat scheint der Obergenosse Lafontaine jedenfalls dem Kapitalismus mehr zu vertrauen…Nach dem bisherigen opportunistischen Verhalten Lafontaines drängt sich die Abwandlung einer alten Volksweisheit auf:
Nur die dümmsten Kälber
wählen Lafontaine selber

Dümmliches Angeber-Englisch

Was hat sich eigentlich das saarländische Gesundheitsministerium dabei gedacht, der Anzeige für die an sich lobenswerte Informationskampagne über Darmkrebs die blödsinnige Überschrift „I feel good“ zu geben? Konnte sich da mal wieder ein vermeintlich Kreativer mit seinem Schwachsinns-Englisch austoben oder war der Verfasser der Anzeige einfach zu dumm, sich in vernünftigem Deutsch auszudrücken? Wann begreifen diese Werbefritzen endlich, dass sie sich mit ihrem Angeber-Englisch nur lächerlich machen ?

Dümmlicher SPD-Spruch: "Wir machen’s"

Dass Parteien statt vernünftiger Aussagen nur dumme Sprüche machen, ist leider nicht neu, aber trotzdem ärgerlich. So ist etwa die Politik der Saar-SPD anscheinend so inhaltsleer, dass ihr nur der nichtssagende Spruch „Wir machen’s“ einfällt – nicht gerade eine klare Aussage! Was machen sie denn, diese Genossen?
Leider scheint auch die Hessen-CDU keine vernünftige Wahlaussage machen zu wollen, denn der Spruch „In diesen Zeiten“ ist nicht gerade erhellend.
Offenbar dient manchen Politikern der Wahlkampf nur zum Versuch der Volksverdummung. Was aber, wenn das Volk klüger ist als diese Politiker ?

Kriminalstatistik ohne Herkunftsangabe?

In manchen Bundesländern wird die Angabe der Herkunftsländer von Tätern mit der Begründung abgelehnt, bei Angabe der Herkunft könne Ausländerhass entstehen. Ist diese Begründung das Eingeständnis, dass die Kriminalitität von Ausländern besonders hoch ist? Wenn sie das nicht wäre, könnte man doch bedenkenlos die Herkunft der Täter nennen.